„Viele denken ja, wir drehen einfach bloß einen Wasserhahn auf und das war es dann“, schmunzelt CleanCar-Filial-Manager Wilko Keller. Für die optimale Autowäsche bedarf es allerdings schon etwas mehr. Nichts ist nämlich ärgerlicher als ein schlecht gereinigter und gespülter Wagen, dessen Lack unschön mit Wasserflecken besprenkelt ist, als hätte das Gefährt gar Masern.
In Berlin hat das Leitungswasser 24 Grad deutsche Härte, erläutert Keller: Damit lässt sich in einer Waschstraße aber nichts anfangen. In einer Enthärtungsanlage, dem so genannten Ionenaustauscher, wird dem Leitungswasser deswegen mit viel Kochsalz die Härte entzogen. Das Ergebnis ist ein null-gradiges Wasser, das völlig mineralfrei ist. Wenn man sich damit die Hände waschen würde, so Keller, bekäme man nicht mal mehr die Seife runter. Es ist zu weich. Ein optimales Spülwasser braucht mindestens sechs bis neun Grad deutsche Härte. Um das zu erreichen, muss wieder etwas von dem harten Wasser hinzugeben und alles noch mal durch eine Umkehrosmose sorgsam gereinigt werden. Schließlich geht es um das Maß aller Dinge: einen strahlend sauberen Autolack, dessen glänzende Optik auch nichts trübt – vor allem kein kalkig-weißer Wasserfleck. Erst dann ist die Reinigung auch perfekt!
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