Wasser ist eines unserer höchsten Güter! Zu den dringlichsten Aufgaben unserer Zeit gehört es denn auch, mit diesem natürlichen Rohstoff so sorgsam wie möglich umzugehen. Das ist auch für CleanCar seit vielen Jahren schon ein oberstes Ziel. In Deutschland, wo die natürlichen Bedingungen für gutes und ausreichendes Wasser hervorragend sind, droht zwar in naher Zukunft kein Versorgungsengpass, doch gilt es schon heute, Ökologie und wirtschaftliche Nutzung zu vereinen, wie es die europäische Wasser-Rahmenrichtlinie 2009 auch festgelegt hat.
So schön die Morgendusche ist: sie verbraucht ungefähr 40 Liter! Hygiene gehört zu den Wasser-aufwendigsten Faktoren – Baden und Duschen haben einen täglichen Durchschnittsverbrauch von 50 Litern, gefolgt von der Toilettennutzung mit 30 und der Waschmaschine mit 20 Litern. Die Autowäsche kommt auf einen täglichen Durchschnittsverbrauch von 3 Litern. Das ist ungefähr so viel, wie zur Reinigung des Haushalts verwendet wird. Welche Wasserverschwendung kleine Unachsamkeiten verursachen können, ist weniger bekannt: ein laufender Wasserhahn während des Zähneputzens verbraucht innerhalb von drei Minuten, so die Umweltstiftung WWF, 15 Liter Wasser! Ein tropfender Wasserhahn über einen Tag gerechnet erstaunliche 17 Liter Wasser!
Der private Verbrauch macht allerdings „nur“ zwischen 9 und 14 Prozent der gesamten deutschen Wassernutzung aus. Das Gros der 159,5 Milliarden Kubikmeter, die Deutschland zu einem der weltweit größten Wasserverbraucher machen, fallen mit über 80 Prozent durch die Produktion von Nahrungsmitteln und Industriegütern sowie das Betreiben fossiler und nuklearer Kraftwerke an. Die Herstellung eines Autos verbraucht allein 450.000 Liter Wasser!
Am gewaltigen Wasser-Durst der Deutschen ist der Verbraucher insofern beteiligt, wie die Umweltstiftung WWF meint, als dass dieser importierte Produkte mit starkem Wasserverbrauch konsumiert. Allein für den Konsum von Kaffee und Kakao würden jedes Jahr 20 Milliarden Kubikmeter virtuelles Wasser importiert werden. In Deutschland beläuft sich der tägliche „Wasser-Fußabdruck“, wenn man denn die gesamten indirekten Wasserverbrauchsfaktoren auf die Einwohnerzahl umlegt, auf ungefähr 5288 Liter pro Kopf. Das ist viel. Angeblich verbrauchen in Europa nur die Schweden mehr. Weswegen Umweltorganisationen Verbraucher auch auffordern, bewusster einzukaufen beziehungsweise stärker darauf achten, wo das Wasser eigentlich herkommt, mit dem bestimmte Güter produziert werden – keine leichte Aufgabe für den Konsumenten.
Schon jetzt zeigt sich aber, was wachsende Umweltaufklärung und ein um Nachhaltigkeit bemühtes Bewußtsein bewirken können. Der Wasserverbrauch ist stark zurückgegangen! Im Durchschnitt liegt er heute in Deutschland bei täglich 120 bis 130 Litern pro Haushalt – vor zwanzig Jahren waren es noch 140 Liter! Im Bundesland Sachsen werden pro Kopf sogar täglich weniger als 90 Liter verbraucht! Wie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung feststellte, sind Ostdeutsche beim Wasserverbrauch um 30 Prozent sparsamer als Westdeutsche. Das hat einen einfachen Grund. Nach der Wende wurden dort viele neue Anlagen installiert, welche die Normen der europäischen Union erfüllen mußten. Mit anderen Worten – in Ostdeutschland ist Wasser teurer und infolgedessen wird auch weniger verbraucht.
Nun zur Autowäsche. Während kleine Portalwaschanlagen circa 120 Liter von dem kostbaren Nass pro Autowäsche verbrauchen, können es bei Waschstraßen schon bis zu 600 Liter sein. Autowaschanlagen mit Kreislaufführung beziehungsweise mit modernen Wasser-Rückgewinnungsanlagen, wie sie auch von CleanCar eingesetzt werden, sind deutlich sparsamer und verbrauchen ungefähr 50 bis 60 Liter Frischwasser pro Fahrzeugwäsche.
Bei Rückgewinnungsanlagen wird das Waschwasser aufgefangen und nach Klärung und Filterung wieder zur Wäsche eingesetzt. Dafür werden in einem ersten Schritt die Sedimente im Wasser abgespalten. Dann wird es durch einen Kiesfilter regeneriert, so dass praktisch Trinkwasserqualität entsteht. Jedenfalls vom Aussehen her. Denn trinken, so der CleanCar-Senior-Manager Wilko Keller, möchte er es dann doch lieber nicht. Darauf kommt es aber auch gar nicht an, sondern eben auf die Wiedereinsetzbarkeit in Waschstraßen. Das rechnet sich sozusagen für alle. So lassen sich nicht nur Kosten einsparen, sondern auch natürliche Ressourcen. Also achten Sie auf das Umweltzeichen ihrer Autowaschanlage, wenn Sie demnächst Ihren Wagen wieder zum Glänzen bringen wollen. Es lohnt sich! Denn die Zukunft ist kostbar und entscheidet sich schon heute!
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