Dos & Don'ts

Warum gibt es für Autos eigentlich noch keine Wimperntusche und keinen Nagellack? Smart-Fahrerinnen, die ihre süßen Miniwägelchen mit Vorliebe so innig betüteln, als wären ihr Vierräderfreunde kleine Anziehpuppen, scheinen jedenfalls sehnsüchtig darauf zu warten. Dieser gestylte Smart hat wahrscheinlich auch einen Namen und einen Charakter – eine Lieblingsfarbe hat er sowieso: Pink. Oder ist die Besitzerin vielleicht Barbie höchstpersönlich? Wir lassen uns nicht verführen und fahren geschockt weiter…. Oops. Was war denn hier los? Eine Coca-Cola-Party? Flauschige Fellsteuerräder, die aussehen, als wäre eine abgetretene Badezimmermatte recycelt worden, sind doch längst aus der Mode. Und die Blumen – frisch vom letzten Hawaii-Urlaub? Wir haben es erraten! Jemand mag sich von seinem Hochzeitsfest und all den romantisch Glückversprechenden Souvenirs nicht verabschieden. Einladend sieht so ein vollgestelltes Talisman-Auto allerdings nicht aus. Doch welcher Prinzessin kann man ihre Träume schon verübeln? Das ist kein Such- und auch kein Schwindel-Mach-Bild, sondern ein kunstvoll gezielter Scharfschuss auf ein Detail, das in den letzten Jahren völlig zu Unrecht den abenteuerlich duftenden „Wunder-Bäumen“ überlassen wurde: der Rückspiegel als zentrale Showplattform des Autos. Bei diesem Opel zeigt uns der Fahrer, dass er eine Schwäche für Spielautomaten und „Space Invader“ hat. Weiter so! Bitte mehr Baumelkramm an die Rückspiegel! Das  [...]

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Dos & Don'ts

Im Zeitalter der Elektronik, wenn Autos bald keine tollen Geräusche mehr machen, weniger nach Tiger im Tank als nach kastrierter Maserati-Wildkatze klingen, mag es eine coole Vorstellung sein, sich unter der eigenen Motorhaube eine gemütlich knisternde Kaminstimmung vorzustellen. Aber deswegen gleich die gesamte Motorhaube verschandeln? Wirklich? Ist das lustig? Na, wenn’s denn sein muß… Bitte!   In den vornehmsten Häusern, kann es vorkommen, dass sie wie Saustall aussehen, beziehungsweise der Lack eines Porsches so verdreckt, als hätte er Tage auf einer Baustelle zugebracht. Immerhin – die Staubschicht hat ihr Gutes. Mit langen Fingern lassen sich Botschaften reinschreiben: „Ruf mal an!“ Oder „Schicke Karre“. Oder, wenn einem sonst nichts einfällt, eben auch mal „Sau.“   Das wäre was: Jetzt auch noch das Apple-Auto. So hip wie das eigene, ultra-unbedingt-notwendige iPhone in der Hosentasche. Wobei der kugeläuge Kleinwagen, der hier mit Markenaufkleber geadelt wurde, aber eben nur halb so innovativ ist, wie er eigentlich sein will. Träume weiter, aber bitte mit offenen Augen!, möchte man seinem Besitzer zurufen, wenn er das nächste Mal zum Spaß-Aufkleber greift. Oder es hoffentlich ganz läßt!!!

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Dos & Don'ts

Die Kunst des richtigen Einparkens scheint in Fahrschulen nicht mehr so recht geübt zu werden. Selbst Riesenparklücken bereiten Besitzern von winzigen Wägelchen anscheinend schon Probleme. Wir sind entsetzt! Nicht bloß, weil sich hier jemand mit Fußgängern und Ordnungshütern anlegen will, sondern weil kaum etwas so un-sexy ist wie schlechtes Einparken!   Selbst beim Autolack gelten jetzt also „verkehrte“ Verhältnisse: was wie schrott-reif aussieht, ist eigentlich noch nagelneu, dank eines innovativen Speziallacks. Warum der Schick allerdings gefällt, bleibt rätselhaft – „Retro-Hype“ hin oder her. Das Ergebnis sieht nicht nur ziemlich rostig aus, sondern fühlt sich leider auch so an. Gänsehaut! Runter mit dem Daumen!   Die Qual der Wahl lauert für Konsumenten inzwischen überall: in der Küchenabteilung, vor dem Zahnbürstenregal oder beim Autoglas: welche Tönung soll es denn bitte sein? Grün ist zwar die Hoffnung, kann aber auch schwer an Aquarium erinnern. Der teichgrüne Scheiben-Style schmeichelt auch nicht jedem Auto, ist aber doch irgendwie freundlicher als düster schwarz getönte Scheiben-Karren. Vor allem im Winter. Also, Daumen hoch.

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Dos & Don'ts

Erinnern Sie sich noch? An die gehäkelten Toilettenpapierrollen in den Heckfenstern? Lang ist es her. Auf Fotos ist der Trend aber noch durchaus lebendig, gern zitiertes Beispiel für geschmackliche Entgleisungen, wobei es die gehäkelte Toilettenpapierrolle erstaunlicher Weise nicht mal mehr zum Kultphänomen gebracht hat. Also, auf diesem Schnappschuss hat jemand ein Kopfkissen in die Heckablage gestellt, und will uns erzählen, dass sich irgendwer besonders lieb hat. Hm. „Du bis mein liebster Kuschelbär.“ Wir versuchen uns vorzustellen, dass eine rührend besorgte Großmutter den Bezug selbst genäht hat, um damit beim Enkel eine solche Rührung hervorzurufen, dass der dem guten Stück auch gleich den Heckfenster-Thron seines (wahrscheinlich noch von der Großmutter finanzierten) Autos reserviert hat. Vielleicht war es aber auch bloß ein Ehemann, der auf diese Weise seiner Frau eine ungewöhnlich kuschelige Liebeserklärung machen wollte. Egal. Kuschelbär hin, Kuschelbär her – wir bleiben praktisch und sagen: öffentlich ausgestellte Kuschelbär-Bekenntnisse sind kitschig und Kissen ohnehin besser, wenn man sie benutzt. Der Daumen bleibt also unten – in der Hoffnung, dass das Bekenntnis-Kissen auch nur zufällig ins Heckfenster gerutscht ist, vielleicht während einer Kuschelbär-Reise, und schon bald wieder von dort verschwindet, am besten ins Schlafzimmer. Der eine will Lokomotivführer werden, der andere Feuerwehrmann. So  [...]

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Dos & Don'ts

Wer seinen Wagen so getto- stumpf-schwarz anmalt, die Felgenkappen abschraubt und ihm an die Seite auch noch den roten Batman – Fledermausmann – pinselt, als sei bei einem die Begeisterung für den Comic-Book- und Hollywood-Klassiker durchgegangen, als würde die städtische Umwelt eine von Verbrechen nur so terrorisierte „Gotham City“ sein, die unbedingt heldenhafte Selbstjustiz verlangt, braucht jedenfalls nicht zu befürchten, dass der eigene Wagen in der Nacht Opfer eines Brandanschlags werden könnte. Mit solch einer Underground-Karre ist man in Berlin sozusagen auf der sicheren Seite. Doch will man das? So ein düsteres Gefährt durch die Gegend fahren, das sich mit plattem Humor als panzergesichertes, hyper-rasantes „Batmobil“ ironisiert, und so jedem erzählen, was man von sich selbst als eingebildetem Supermann hält? Wahrscheinlich lieber nicht: also Daumen runter! Die Verlockung ist groß: Mitten auf den Tankdeckel einen lustigen, süßen, frechen, gruseligen oder sonst was für einen Aufkleber zu „babben“. Zumal an dieser Stelle Aufheiterung eben auch ganz gut tut. Wenn man mal wieder an der Zapfsäule steht, und nicht nur die Benzin-Liter, sondern auch die Euros durchrauschen sieht. An Stoßstangen und Rückfenstern sind Aufkleber allerdings ziemlich rar geworden. Die Klebekunst erlebt derzeit keine goldenen Zeiten. An Ampeln kann man sich kaum noch  [...]

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Dos & Don'ts

Der gute alte Jägermeister schmeckt nicht nur am Abend. Manche widmen dem Kultgetränk deswegen wohl auch gleich die gesamte Karosserie ihres stilechten 7er-BMWs. Werbung hin und her: man muss sagen, das sieht verdammt gut aus. Dieser elegante Seventies Klassiker im knallig orangefarbenen Drink-Look mit goldenen Felgen. Bisschen wie auf Rennwagen getrimmt. Selbst in den verkehrsberuhigten Nebenstraßen von Friedrichshafen, wo diese bunte Inszenierung gesichtet wurde, kann man sich mit solch verwandelter Limousine wohl wie ein echter Rennwagenprofi fühlen. Ob einem das Farbspektakel irgendwann wieder „auf den Keks“ geht, ist freilich eine andere Frage. Für den Moment bekommt man jedenfalls Lust auf einen Magenbitter, und vor allem auf diese fabelhafte Ikone der Bayerischen Motoren Werke. So gut sah der bewährte Oldtimer, mit dem BMW damals der Mercedes-S-Klasse Konkurrenz machen wollte, es aber trotz genialem Design und PS-starkem Fahrspaß nicht gelang, einen Verkaufshit zu landen, lange nicht mehr aus. Daumen hoch! Upps! Wie konnte das denn passieren? Der Alptraum eines jeden Autofahrers! Auf der Warschauer Brücke in Berlin, also mitten in der Stadt, fiel diesem überrumpelten Kombifahrer sein linkes Vorderrad ab – es rollte ihm schlichtweg einfach davon. Das Geräusch, das dann folgte, kann sich jeder wohl vorstellen: es klang ungefähr so, als  [...]

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